Nach Medizinpark kommt Wilhelmswood

1.1.17 ALLund ALF Logo 640

 

 

                                                                                                                             Hanau, 30.6.17

 Presseerklärung zur Stavo-Sitzung vom 26.6.17

 Die Alternative Linke Fraktion macht deutlich, dass sie aus gutem Grunde in der Stadtverordnetenversammlung vom 26. Juni dem Bauprojekt auf dem ehemaligen Philipps-Gelände nicht zugestimmt habe! 

Eine Verweisung in den Ausschuss zur weiteren Erörterung wurde leider verwehrt, obwohl noch nicht alle Fragen geklärt waren, so die ALF und ALL. 

Wie solle es anders sein, es sollen also schon wieder Eigentumswohnungen gebaut werden! 

Wie Hohn müsse den Einwohner-innen Hanaus mit kleinem Geldbeutel das Geschriebene in den Zeitungen erscheinen:  „Eigentumswohnungen für jeden Geldbeutel“. Was allerdings als Pradoxum angesehen werden müsse, denn im Gegensatz dazu war zu lesen: „das Wohnquartier soll in einem relativ hohen Standard entwickelt werden, was sich auch in der Bebauung wiederspiegeln soll“!

„Jeder“ Geldbeutel sei hiermit sicher nicht angesprochen! 

Wer solle denn eigentlich direkt an der geplanten, 6 m hohen, Schallschutzwand in den Genuss des Wohnens kommen? Etwa die weniger Wohlhabenden? Unter dem Motto: „Prima Aussichten in Wilhelmswood“?! 

Und – wenn die Nordmainische S-Bahn komme, was dann? Wohin dann mit den geplanten zwei neuen Bahngleisen? Aber – bis dahin werde halt erst mal teuer gebaut.

Bezeichnend sei auch wieder das Tempo, mit dem alle, also auch dieses, Bauvorhaben durch das städtische Parlament gejagt wurden. Zur großen Freude für den Investor, mit schnellst möglicher „Vollzugsmeldung“ für ihn, der in der Hanauer Innenstadt bereits viel vor hat. Nur nicht preiswertes Bauen. 

Leider lasse die Hanauer Koalition weiterhin auf den Bau für Geringverdiener-innen bezahlbarer Wohnungen warten. Obwohl die ALF davon ausgehe, dass es auch für dieses Segment Investoren gebe. Diese müssten auch in Hanau willkommen sein – so das gewollt sei.

Also – „Arme raus, Wohlhabende rein“ –  nach wie vor die Devise der Hanauer Koalitionspolitik. Eine alternative Ansiedlung von Handwerk und Kunst auf dem Gelände wurde erst gar nicht in Erwägung gezogen. Diese Idee hätte nämlich für Arbeitsplätze gesorgt!

Nur – einer neuerlichen Exklusiv-Wohnbebauung könne und werde die Alternative Linke Fraktion und die Alternative Linke Liste nach wie vor nicht zustimmen.

ALF und ALL gehe es um das Wohlergehen auch ärmerer Hanauer Bürger-innen.

Das Argument, beim Umzug in eher komfortable neue Wohnungen in Hanau würde billigerer Wohnraum frei, dürfe nicht pauschalisiert werden. Denn nicht jede/r neue Wohnungskäufer/in komme aus Hanau. Nicht alle Nachmieter-innen zögen in die nun leer gewordenen billigeren Wohnungen um, so diese denn überhaupt in Hanau gelegen bzw. gefunden würden! Bei dem vorherrschenden Mangel an preiswertem Wohnraum sei dies sowieso ein recht schwieriges Vorhaben.“

 

 

 

Für die AL-Fraktion: Zarife Bulut und Christa Martin

 

Für die ALL-Hanau: K-H. Wagner und Jörg Sternberg 

 

 

 

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