„Alles ist Prima in Hanau“, neues aus der Stadtverordnetenversammlung und vom Investoren-Paradies Hanau.

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In der letzten Woche konnte man wieder einmal einiges über die Hanauer Stadtpolitik bei der Stadtverordnetensitzung lernen.

Zu den Stadtwerke Hanau Verlusten wurde nur soviel mitgeteilt, was vorher sowieso schon bekannt war. Der Rest war Schweigen, Hinweis auf den Vergleich und Schweigepflicht  mit dem angeblich verantwortlichen Mitarbeiter vor dem Arbeitsgericht  und der Hinweis, eine Berechnung der Verluste in den letzten Jahren durch den Großkundenvertrag sei nicht mehr möglich. Die Aufsichtsratsmitglieder der Stadtwerke sind zum Stillschweigen verdonnert, ob sie überhaupt zu einer  Aufklärung beitragen möchten, muss bezweifelt werden. Fest steht bisher nur eins, der Gewinn der Stadtwerke in den letzten Jahren wurde bei den normalen kleinen Kunden der Stadtwerke erwirtschaftet.

Die Wohnungsbaupolitik der städtischen Baugesellschaft Hanau wurde von OB Kaminsky hochgelobt. Der frenetische Beifall  des Vorsitzenden des Hanauer Mietervereins und SPD Stadtverordneten Heinz dazu war selbst einigen SPD Stadtverordneten peinlich. Werden doch Hauptsächlich nur Wohnungen für besserverdienende in Hanau gebaut. Die breite Masse der Bürger kann sich diese Wohnungen nicht leisten, aber das ist ja auch so gewollt, die Habenichtse sollen aus der Innenstadt als Mieter verdrängt werden. Das ausgerechnet der Vorsitzende des Mietervereins dazu lautstark Beifall spendet, sollte Mietern in Hanau zu denken geben, sich im Falle von Streitigkeiten mit dem Vermieter (speziell  mit der Baugesellschaft Hanau) an den Hanauer Mieterverein um Hilfe zu wenden.

Das sich Investoren in Hanau wohlfühlen um Geld zu scheffeln, konnte man in zwei Presseerklärungen der Stadt Hanau nachlesen.  Zum einen wurde über die Teilnahme der „Hanau Marketing GmbH“ an der Immobilienmesse in München berichtet. Die anstehende Entwicklung der Pioneer Kaserne zum Wohngebiet habe großes Interesse bei den Immobilienprofis geweckt. „ Auch die eingespielten und kooperativen Prozesse aller beteiligten städtischen Bereiche im Umgang mit Investoren und Vorhabenträgern haben sich herumgesprochen und brachten verstärkt Interessenten an unseren Stand“, so die Pressestelle der Stadt.

Wie sich das auswirkt konnte man dann in der zweiten Presseerklärung lesen.

 Die Bagger stehen quasi schon bereit, um mit dem Abriss zu beginnen und auf diese Weise Platz zu schaffen für das Bauvorhaben, das aus einer langjährigen Brache in der Hanauer Vorstadt einen attraktiven Wohnstandort werden lässt. Die Aschaffenburger Baufirma Neska hatte im vergangenen Jahr das EAM-Areal, das seit 2001 ungenutzt ist, gekauft, um dort ein ehrgeiziges Wohnbauprojekt zu realisieren. Oberbürgermeister Claus Kaminsky übergab dieser Tage die Baugenehmigung für das Vorhaben an die beiden Geschäftsführer des Unternehmens, Kemal Celikkiran, und seinen Vater Mehmet Celikkiran, die nach eigenen Worten den Bau jedoch nicht mehr selbst realisieren werden, sondern das Grundstück samt Planung an eine Projektgesellschaft weiterveräußert haben. Sie nutzten jedoch die Gelegenheit, um die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Hanau im Vorfeld der jetzt erteilten Baugenehmigung zu loben. Gleichzeitig unterstrichen beide, dass die Brüder-Grimm-Stadt in Investorenkreisen einen sehr guten Ruf genieße, was sich auch in der Tatsache widerspiegele, dass das Vorhaben bereits Interessenten gefunden habe, bevor die erste Wand eingerissen worden sei.

Da können Wir ja beruhigt schlafen, Hauptsache den Investoren in Hanau geht es gut und sie können mit tatkräftiger Hilfe der Stadtregierung ihr Vermögen vermehren, oder Denken Sie, hier in Hanau läuft einiges schief, dann nehmen sie Kontakt mit uns von der Alternativen Linken Liste- Hanau auf.

E-Mail: allhanau2016@gmail.com , http://www.allhanau.com

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