Die essbare Stadt! in vielen deutschen Städten ist es möglich, warum nicht auch in Hanau?

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Die essbare Stadt“ – genau das müsste auch in Hanau möglich sein!

  Und zwar mitten in der Stadt, mitten in allen Stadtteilen.

Davon ist die Alternative Linke Liste mit ihrer Fraktion im Hanauer Stadtparlament, die Alternative Linke Fraktion, überzeugt!

Es reicht nicht, einfach nur mit Betonklotzbauten zu protzen und dazu noch zu sagen, Hanau tut etwas für die Umwelt. Das ist Widerspruch in sich. Auch Passivhaussiedlungen, die nicht einmal offiziell so genannt werden dürfen – und dazu noch in einer Kaltluftschneise liegen – sind nicht Umweltmaßnahme genug.

Bei den finanziellen Debakeln und Defiziten, die jetzt so langsam, nach und nach, ans Licht kommen in unserem nicht mehr wiederzuerkennenden Hanau, muss die Stadt jede Möglichkeit ergreifen, so preisgünstig wie möglich die Natur wieder im richtigen Verhältnis in unserer Stadt zu etablieren.

Dabei schont die Maßnahme des urbanen Gärtnerns unbedingt auch die Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger, weil sie doch wirklich ohne irgendwelche nachteiligen Steuern, Gebühren und Geldbeschaffungsmethoden auskommen müsste.

Selbstverständlich macht es keinerlei Sinn, das Umweltgift Glyphosat und all die anderen Krautvernichter einzusetzen, die dann in den Verdauungsprodukten von Mensch und Tier gefunden werden – und sogar in Muttermilch nachzuweisen ist. Ja, auch in Bier, das doch eigentlich einem Reinheitsgebot unterliegt. Überall dort gehört Glyphosat etc. nun mal gar nicht hinein.

Der Weg der beinahe kostenlosen, umweltgerechten, menschenversorgenden und – zusammenführenden Gärtnereikultur wurde bereits seit Langem angeregt durch eine Stavo-Abgeordnete, die dereinst Grüne war und jetzt Mitglied der ALL und Stadtverordnete der ALF ist.

Die regionalen Gärtnereien profitieren alsdann ebenfalls von den Arbeiten an der essbaren Stadt, sie können zur Beschaffung der Grundlagen beitragen und mit ihrem Know How zur Verfügung stehen. Ja sogar die hier ansässigen Baumärkte können in den Genuss zusätzlicher Erträge durch städtisches Gärtnern kommen. Nicht zu vergessen den städtischen Eigenbetrieb Grün, dessen gesammeltes Wissen bestimmt gebraucht wird. Alles in Allem – ein lohnendes Unterfangen mit Spaß- und Freundschaftsfaktor für Alle, eine essbare Stadt Hanau!

Die inzwischen in der Wolfgänger Flüchtlings-Unterkunft und im Umweltzentrum durchgeführten Gärtner-Projekte reichen nicht für die angestrebten Ziele der ALL/ALF zur Idee des urbanen Gärtnerns. Denn das ist für die gesamte Öffentlichkeit vorgesehen, um Menschen aus allen Kulturen, die bei uns leben und noch zu uns kommen werden, überall in der Öffentlichkeit zusammenzuführen.

Diese Art des Zusammenführens, der Kommunikation, des kulturellen Gemeinschaftslebens, muss auf öffentlichen Plätzen ihren guten Zweck erfüllen!!

So z. B. auf der vollständig versiegelten Fläche des Mini-Freiheitsplatzes, der nach dem Gewaltumbau noch übrig geblieben ist, würden sich u. a. Holz-Hochbeete sehr attraktiv ausmachen, mit schönen Gewächsen herausgeputzt, und die Menschen anlocken. So etwas hat nicht jede Stadt! Dies könnte Hanaus Attraktivität enorm steigern, das „Forum“ könnte durchaus davon profitieren.

Sehr schön kommt dann auch, versehen mit bunten Nahrungsmitteln in Kübeln und sonstigen Behältnissen, auf dem neu zu errichtenden Platz der Wallonisch-Niederländischen Kirche das Urbane Gärtnern der Bevölkerung und dem Ansehen Hanaus zur Geltung. Andere Städte, die den Mut hatten, so etwas als kulturelle Möglichkeit des gemeinschaftlichen Pflanzens, Erntens, Genießens, Lernens und Feierns einfach mal auszuprobieren und schließlich zu profitieren, wurden deswegen ausgezeichnet! Mit Preisen versehen, die sie in ganz Deutschland bekannt machten. Warum also nicht auch Hanau. Wie Andernach, Berlin, München, Frankfurt – es wäre doch zu schön, auch Hanau in dieser Reihe aufgeführt zu sehen! Hanau – aufgemöbelt durch Blüten- und Pflanzen, als essbare Stadt.

Die Aussage des zuständigen Stadtrates, in die Planung des Wallonisch-Niederländischen Platzes dürfe nicht eingegriffen werden, gilt so nicht länger. Nein, es wird vielmehr dabei geholfen, eine preiswerte Möglichkeit der Umgestaltung des Platzes als Unterstützung dieser Planungen zuzulassen! Es muss doch nicht alles immens teuer sein, immens vornehm noch dazu.

Denn – wie bereits gefragt, ohne Antwort erhalten zu haben – ist dieser Platz für urbanes Gärtnern zu vornehm?

ALL und ALF halten an ihren Plänen, aus Hanau eine essbare Stadt zu machen, fest. Die Umsetzung einer Möglichkeit, Umweltschutz und zwischenmenschliche Zusammenführung aller unterschiedlichen in Hanau vorhandenen Kulturen an den unterschiedlichsten Stellen in Hanau einzuführen, ist machbar, preiswert und lohnend.

Das Vorhaben städtisches Gärtnern für Alle, die essbare Stadt, trägt als wichtiger Weg außerdem zur Prävention vor Gewalttaten bei.

Wir brauchen keine Kameras, die uns ständig überwachen, wir brauchen gemeinschaftliches Miteinander und Vertrauen in die unterschiedlichsten kulturellen Gegebenheiten in Hanau.

Es muss und darf nicht zur Überwachungsstadt Hanau kommen.

Darum: fangen wir endlich an, gemeinsam miteinander Naturschutz zu betreiben und davon zu profitieren.

Urbanes Gärtnern ist nicht umsonst sogar im Kultur-Entwicklungsplan der Stadt Hanau festgeschrieben.

Christa Martin

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