Autsch die 2te

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Millionenverlust bei der Stadtwerke Hanau GmbH (SWH) ?

Durch Presseartikel in der Offenbach Post, Frankfurter Rundschau und Hanauer Anzeiger vom 6. und 9. August kam jetzt heraus, dass den Stadtwerken Hanau durch das Geschäft mit Großkunden ein Verlust von bis zu 4 Millionen Euro alleine in 2016 droht.

Vorsorglich teuer eingekaufter Strom und Gas muss laut Vertrag mit den Großkunden jetzt zum aktuellen wesentlich niedrigeren Marktpreis an diese geliefert werden.

Dem verantwortlichen Mitarbeiter für dieses Desaster bei SWH wurde gekündigt und bei einem Termin vor dem Arbeitsgericht ist ein Vergleich mit ihm ausgehandelt worden. Er bewahrt Stillschweigen und höchstwahrscheinlich bekam er dafür eine ordentliche Abfindung die von den Normalstromkunden der SWH auch noch bezahlt werden muss.

Wenn man bedenkt das ein Termin vor dem Arbeitsgericht nicht von Heute auf Morgen zu bekommen ist, weiß man seit geraumer Zeit bei SWH und den Stadtverantwortlichen was Sache ist.Laut Frankfurter Rundschau mutmaßlich seit Anfang des Jahres. Eine Information der Öffentlichkeit ist ausgeblieben, haben die Verantwortlichen gehofft man könnte das einfach unter den Teppich kehren. Nach der nächsten SWH Bilanz verwundert und „Ahnungslos“ die Augen reiben und weitere Kürzungen im Sozialbereich vornehmen sowie an der Steuer- und Gebührenschraube zu drehen um den Haushalt auszugleichen.

Nach Angaben eines Insiders hatte SWH in diesem Jahr mit einem Überschuss von 7 Mill. Euro kalkuliert.

Jetzt sieht es nach 3 Millionen aus,von denen 2,5 Millionen Euro an den Anteilseigner Mainova als Garantiedividende abgeführt werden muss. Bleiben voraussichtlich noch 500 tausend Euro übrig die an die Beteiligungsholding der Stadt Hanau für 2016 abgeführt werden.

Ein Ausgleich von Defiziten der Hanauer Bäder und dem Nahverkehr HSB ist nicht mehr möglich.

Jetzt sind auch die Ankündigungen von Preiserhöhungen im November unter anderem bei den Hanauer Schwimmbädern verständlich.

Die Ankündigung vom Geschäftsführer der SWH man werde in Zukunft mit Mainova bei neuen Verträgen mit Großkunden zusammenarbeiten den die hätten das notwendige Know-How ist ein Armutszeugnis ersten Ranges.

Auch die Aussage „für die in den nächsten Jahren auslaufenden Verträge mit den Großkunden“ lässt schlimmes erahnen. Die Kontrakte sind für zwei bis drei Jahre abgeschlossen worden.

Die Verluste durch das Großkundengeschäft können noch einige Jahre andauern und der Normalverbraucher wird die Zeche bezahlen.

Jetzt ist auch das neue Logo der SWH und die Schmuse-offensive (leichte Senkung der Strompreise für Normalkunden) der letzten Wochen verständlich. Die Masse der kleinen Kunden beruhigen bevor das Millionendesaster bekannt wird.

Laut Stadtrat Kowol in der FR macht sich OB Claus Kaminsky „derzeit viele Gedanken über die Stadtwerke“. Gleichzeitig sagt der Geschäftsführer von SWH Maiwald, das man beim Geschäft mit Privatkunden stabil und gut aufgestellt sei, daher glaubt er auch nicht an einen „Verkauf der SWH“.

Welche Gedanken macht man sich da? Soll eventuell Städtisches Eigentum verscherbelt werden um die Bilanz auszugleichen?

Fazit dieser Stadtpolitik und ihrer Beteiligungsholding ist:

Den Reichen und ihren Unternehmen wird`s gegeben, die kleinen Stromkunden bezahlen die Zeche.

Für den Gewinn der SWH tragen sowieso nur die Normalkunden bei. Die Großkunden haben schon lange Sonderkonditionen mit denen sich kein Gewinn erwirtschaften lässt. (LW)

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