PM von Barbara Cárdenas DIE LINKE zur TGS

 

27. Juni 2016

Pädagogik ist mehr als Zahlen, – und vorausschauend zu planen wäre besser gewesen!

LINKE hält Entscheidung des Kultusministeriums gegen die Tümpelgartenschule für falsch

Barbara Cárdenas, bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der LINKEN, hält die Entscheidung des Kultusministeriums gegen die Tümpelgartenschule für falsch. Dabei macht sie deutlich, dass aus ihrer Sicht der Einsatz für den Erhalt der Förderstufe und der Sekundarstufe I durch Lehrkräfte und Elterninitiative vorbildhaft für bürgerliches und auch fachkundiges Engagement ist.

„Diese Schule, die über Jahrzehnte eine pädagogisch äußerst erfolgreiche Arbeit abgeliefert hat, wäre auch in der Zukunft besonders für den Stadtteil Lamboy, aber auch für ganz Hanau wichtig gewesen. Wir wissen z.B. nicht, wie sich die Flüchtlingszahlen weiter entwickeln, – vielleicht schreien in 2 Jahren alle händeringend nach einer Neuauflage der TGS. Das fortschrittliche pädagogische Konzept hat sich immer auf besondere Weise der Kinder mit Startschwierigkeiten angenommen, ohne die anderen zu vergessen“, betont Cárdenas.

Cardenas weiter: „Dies war unverständlicherweise besonders dem SPD-Stadtrates Weiss-Thiel ein Dorn im Auge. Und dass Wahlaussagen von Grünen und FDP nach der Wahl nichts mehr wert sind, ist keine Hanau-spezifische Tatsache. Die Hanauer Koalition aus SPD, Grünen und BfH sowie FDP handelt jedenfalls nicht im Sinne der zukünftigen Schülerinnen und Schüler.“

Dass das Kultusministerium schlussendlich den Hanauer Schulentwicklungsplan mit Auflagen genehmigen würde, sei nicht verwunderlich gewesen, da dort in erster Linie nicht der pädagogische Inhalt zählt, sondern Zahlen, um Kosten zu sparen. Besonders bitter sei es, dass das Kultusministerium nun zum zweiten Mal gegen die Schule entschieden habe, nachdem es der Tümpelgartenschule schon vor Jahren untersage hatte, eine integrierte Gesamtschule zu werden.

„Es hätte auf Seiten des Kultusminister Lorz, mit dem ich mehrfach über die TGS gesprochen habe, schon ein wenig Mut bedurft, um dieses Mal den Wünschen der Schulgemeinde zu entsprechen und den Schulentwicklungsplan entsprechend abzuändern. Aber aufgrund seiner Richtlinienkompetenz, mit der er das letzte Wort in pädagogischen Fragestellungen hat, hätte er diesen Mut beweisen können. Ich bin enttäuscht, – ein wenig vorausschauendes Denken und Handeln wäre besser gewesen“, resümiert Cárdenas abschließend.

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