Pressemitteilung (07.02.16) zum Besuch der Tümpelgartenschule am 3.2.16

Pressemitteilung (07.02.16) zum Besuch bei der Tümpelgartenschule am 3.2.16

von Christa MartinZarife Bulut, Gustav Faschung

ALL fordert den Erhalt der TGS!

Der Besuch bei der Tümpelgarten-Schule in Hanau hat uns nur mehr in unserer Überzeugung bestätigt und bestärkt, dass es gut war, FÜR den Erhalt dieser einzigen Förderstufe in Hanau damals im Parlament zu stimmen“, sind Christa Martin, Zarife Bulut und Gustav Faschung von der Alternative Linke Liste überzeugt.

Mittlerweile hat sich bewahrheitet, dass wir mit unserer Prognose richtig lagen, dass der Zustrom an Menschen nach Hanau nahezu ungebremst weiter geht!“ betonen die VertreterInnen der ALL. Womit die Schließung der Förderstufe der TGS vernünftigerweise vom Tisch genommen werden müsse, denn es würden zukünftig wesentlich mehr Klassenräume benötigt als von städtischer Seite immer behauptet. Die überaus stark engagierte Elterninitiative der Tümpelgarten-Schule hat bereits zweimal Demos für die Schule auf die Beine gestellt. Der Alternative Linke Liste wurde glaubhaft über unstimmiges Zahlenmaterial der städtischen Seite zur Debatte um die Schulteilschließung berichtet.

Auf Basis der städtischen Zahlen seien Umbaupläne für das geplante Bildungszentrum für „0-16 Jahre“ vorhanden, das von der Tümpelgarten-Schule als durchaus realisierbar angesehen werde, selbstverständlich mit dem Verbleib der Förderstufe und der Sekundarstufe I an der Schule! Es spreche nichts dagegen, den geplanten Bau durchzuführen. Die Alternative Linke Liste unterstützt diese Pläne.

Nach den Schulsanierungen in Hanau, die vornehmlich den Gymnasien zugute kamen, sei jetzt die Tümpelgarten-Schule die nächste, die an der Reihe ist. Dabei sei ihr die Unterstützung der Alternative Linke Liste sicher. Schließlich gibt es für diese Vorhaben Geld von Land und Bund. Vor Jahren wurde Geld, das in Hauptschulen investiert werden sollte, in die Mensen von Schulen gesteckt, was bestimmt auch vonnöten war. Doch die Hauptschulen hätten nicht darunter leiden dürfen. Es werde von der Schule noch immer erwogen, gegen eine TGS-Teilschließung Widerspruch einzulegen. Bis Juli/August bleibt dafür noch Zeit.

Die auf Einladung der Elterninitiative zum Informationsgespräch in die Tümpelgarten-Schule gekommenen ALL-VertreterInnen sehen sich in ihrer  Überzeugung bestätigt, dass ab einer Klassengröße von 21 Kindern kaum noch  gute Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern möglich ist. Die normale Klassengröße in der TGS bestehe aus 15-20 SchülerInnen. Dies war bereits zur Debatte der Stadtverordnetenversammlung im Sommer letzten Jahres von Christa Martin vertreten worden. „Jede höhere SchülerInnenzahl in einer Klasse bereite allen unnötigen Stress, der tunlichst zu vermeiden sei . „Letztendlich sind Kinder beim Wegfall der Förderstufe überfordert und bleiben mit ihren Problemen zurück“, sind Martin, Bulut und Faschung überzeugt.

Die Schließung der Förderstufe läuft natürlich auch unweigerlich darauf hinaus, dass eine weitere Überfüllung der Busse stattfindet. Dies ist weder den Schülerinnen und Schülern noch den Lehrkräften weiter abzuverlangen“, weiß Gustav Faschung aus Erfahrung. Ein Festhalten an der Schließung der TGS-Förderstufe/Sek. I ist nach Meinung der ALL sogar fahrlässig. Dies könne zur Überlastung des gesamten Systems führen. Auch fiele dann das Mittagessen für die Förderstufen-Kinder vier Mal in der Woche weg.

Es gibt in der Tümpelgarten-Schule 2 Seiteneinsteiger-Klassen, die nach einiger Zeit auf die einzelnen Klassen verteilt werden. Mitunter befinden sich bis zu 15 Kinder in diesen Klassen, die intensiv Deutsch lernen. Angesichts der Zuwanderung von Menschen aus Krisengebieten werden diese Zahlen nicht kleiner !

Laut Kultusministerium gilt die Vorgabe, dass KEIN Schulraum vernichtet werden darf. Dies betonen die SchulvertreterInnen ausdrücklich. Hieran solle sich auch die Stadt Hanau halten, ist auch die ALL überzeugt. Schließlich habe bereits Stadtrat Kowol eingeräumt, dass Klassen fehlen!

Nach Lage der Dinge wird die Tümpelgarten-Schule den Elternwünschen nachkommen und auch im nächsten Schuljahr Einschulungen vornehmen, „komme was da wolle!“ Hierzu gäbe es die mündliche Zusage des staatlichen Schulamtes, und dies sei ein gutes Omen! Ein Moratorium sei indessen von der Schule nicht mehr gewünscht, weil es auch nicht mehr erforderlich sei. Dies sehen auch die ALL-VertreterInnen so.

Inzwischen sprechen sich sogar die Hanauer Grünen für einen Fortbestand der Tümpelgarten-Förderstufe aus. Das ist ein Wahlkampfwunder, meint die Alternative Linke Liste. Denn es handele sich hier um die gleichen Grünen, die das Zünglein an der Waage zum unrühmlichen Ende der Tümpelgarten-Förderstufe/Sekundarstufe I waren. Von deren Fraktion sich im letzten Sommer Einige lieber dem Koalitionszwang anpassten, unterordneten, anstatt einem gesamten, sehr gut dastehenden, sehr gut angesehenen Schulzweig zum Wohle der Schülerinnen und Schüler das weitere Fortbestehen zu ermöglichen!

Aber in Zeiten des Wahlkampfes ist so manches möglich.

Die Alternative Linke Liste bleibt ihrer Überzeugung treu und bleibt mit den SchülerInnen und den Lehrkräften der Tümpelgarten-Schule solidarisch.

Die ALL wird sich weiter FÜR den Erhalt der einzigen Förderstufe Hanaus einsetzen!

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Christa Martin V.i.s.d.P., Zarife Bulut, Gustav Faschung

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