2.000 zusätzliche bezahlbare Mietwohnungen für Hanau

von Eric Ludwig

Der Wohnungsbestand in Hanau umfasst nach den aktuell verfügbaren Zahlen ca. 44.000 Wohnungen. Die Hanauer Baugesellschaft besitzt davon ca. 4.000 Wohnungen. In guten Jahren hat sich der Hanauer Bestand jeweils um mehrere hundert Wohnungen erhöht.

Gerade durch die Konversionsflächen hat die Stadt die einmalige Möglichkeit in erheblichem Umfang neue Mietwohnungen zu schaffen.

Für die ALL ist der Bau von 2.000 Mietwohnungen in der kommenden Wahlperiode keine Utopie sondern eine dringende Notwendigkeit um Mietpreisabzocke, Wohnungslosigkeit und Überalterung des Altbaubestands entgegen zu wirken. Es ist kein Geheimis, dass viele Eigentümer gerne die Mieten erhöhen, aber ungern in Instandhaltung und Erweiterung ihrer Wohnungen investieren.

Der Zubau muss hauptsächlich durch die Baugesellschaft Hanau und andere öffentliche Wohnungsgesellschaften erfolgen.

Bezahlbare Mietwohnungen und private Investoren, das sind nahezu unüberbrückbare Gegensätze. Trotzdem will die ALL auch, dass die Stadt private wohnungswirtschaftliche Unternehmen und Einzelinvestoren in der Planung berücksichtigt.

Die ALL fordert, dass möglichst schnell ein Masterplan entwickelt wird, damit das Ziel, Jahr für Jahr hunderte Wohnungen zu errichten, schnell umgesetzt werden kann.

Das Pioneer-Gelände ist ein gut geeignetes Areal um einen neuen Stadtteil zu planen. Die bisher auf den Konversionsflächen errichteten Gebäude sind oft auf sehr weitläufig angelegt. Das ist schön und freundlich, aber leider nicht kostengünstig. Eine dichtere Bebauung erscheint nötig, um genügend Wohnraum schaffen zu können.

Der Masterplan muss ein ausgewogenes Verhältnis von städtebaulichen Notwendigkeiten, Kostenefffizienz und Umsetzungstempo darstellen.

Die Finanzierung wird nicht einfach. Aber eine Stadt, die es sich leistet für 12 Millionen € ihr technisches Rathaus zu kaufen und für jährlich mehr als 1,6 Mio. € eine Stadtbibiliothek von kommerziellen Investoren mietet, kann und muss sich der Aufgabe stellen!

Ohne Landes- und Bundesmittel bzw. staatlich geförderte Sozialwohnungen wird es in Hanau nicht gehen. Aber Hanau bietet sich als „Projektstadt“ an. Die Nähe zu Frankfurt, wo die Mieten explodieren, die Verfügbarkeit großer Flächen und die bereits große Einwohnerzahl der Stadt (knapp unter 100.000) machen Hanau zu einem Standort, wo solche großen Neubauvorhaben erfolgreich realisiert werden können!

Die von der Stadt vorangetriebene Verdichtung in der Kernstadt muss auch Mietwohnungen beinhalten.

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